Vita


Wer versucht, Ludger Ferreiro stilistisch in eine Schublade zu zwängen, wird seiner Viel-
seitigkeit nicht gerecht.

So wie er geographische Grenzen überschritten und in verschiedenen Ländern gelebt hat, so überwindet er auch musikalische Grenzen zwischen Klassik, Jazz, Tango und Flamenco.

Er ist stetig auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, verbindet Elemente einer Musik mit denen einer anderen und schafft neue Klänge.

Ludger Marcelo Ferreiro, geboren 1971 in São Paulo/Brasilien, verbringt seine Kindheit in der Nähe von Frankfurt am Main. Mit 15 Jahren wird sein Talent von dem Frankfurter Hochschul-Professor Andreas Meyer-Hermann entdeckt und gefördert.

Schon bald kann Ludger durch zahlreiche Konzerte und verschiedene Auszeichnungen bei nationalen Wettbewerben (u.a. 1. Preise bei "Jugend musiziert") auf sich aufmerksam machen.

In den Jahren 1991-1995 studiert er an der Musikhochschule in Frankfurt am Main und schließt seine klassische Ausbildung 1999 an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Christian Beldi ab.

Doch die rein klassische Musikwelt genügt ihm nicht. Auf der Suche nach anderen kreativen Formen der Musik spielt er in verschiedenen Jazz-Gruppen und beginnt sich intensiv mit dem argentinischen Tango auseinander zu setzen.

1999 Geht Ludger Ferreiro nach Arnheim/ Niederlande und nimmt an der dortigen Kunsthochschule bei Robert Jan Vermeulen das Jazz-Studium auf. Die vier Jahre in Holland werden für ihn zu einer äußerst lehrreichen und inspirierenden Zeit. 2001 Gründet er das Tango-Quintett "Tango del Sur".

Ende 2003 zieht es ihn in die Metropole Berlin, wo er sich vor allem dem Tango Nuevo und dem Piano Flamenco widmet. Er spielt Konzerte u.a. im A-Train, im Quasimodo, in der Schwartzschen Villa, in der Kulturbrauerei und arbeitet mit vielen ausgezeichneten Musikern zusammen, wie dem Akkordeonisten Heinz Hox, dem Gitarristen und Komponisten Bojan Vuletic. Mit der Berliner Chansonière Kitty Hoff und ihrer Band Forêt-Noire nimmt er die Alben "Rauschen" (2005) und "Blick ins Tal" (2007) auf.

Im März 2006 wird Ludger Ferreiro vom Berliner Senat für ein Tonstudio-Stipendium ausgewählt.

Sonate e-moll, op.7 (Edvard Grieg)
Ludger Ferreiro